Der Schlüssel, des Lebens!


Der Schlüssel

Ein kleines Kind betrat die Halle des Lebens. Dort traf es einen alten Mann, der gerade andächtig ein noch tausendmal älteres Buch las. Das Buch das schon ganz abgegriffen war, lag hoheitsvoll in seinen Händen und war mit einem großen goldenen Schloß versehen.

Das kleine Kind ging dem alten Mann entgegen. Die grauen Haare des alten Mannes, lagen ihm lang gewachsen auf den Schultern und eine dicke Brille saß auf seiner Nase. Sein Blick war gutmütig und seine Mundwinkel schmückte ein weises Lächeln. Die Jahre standen ihm in das Gesicht geschrieben und das Wissen auf seiner Stirn, seine Augen ließen tief in seine Seele blicken und das Buch war einem alten Gemäuer gleich, das schon langsam zu bröckeln anfing.

Als ich ihm näher kam blickte er über den Rand des Buches auf und schaute mich fragend an. Dann meinte er: "Mein Kind, was führt dich zu mir? Bist du nicht zu jung für die Fragen des Lebens?" Doch ich mußte unbedingt mehr wissen, über das Leben und über das was mich noch alles Erwarten würde, und entgegnete ihm: "Nein, denn was ist Zeit, die zerrinnt in der Ewigkeit? Ich möchte so vieles wissen. Kannst du mir meine Fragen beantworten?"

"Deine Fragen beantworten? Ich werde es versuchen, doch die Fragen des Lebens kannst du dir eigentlich nur selbst beantworten." Erstaunt fragte ich: "Nur selbst beantworten, aber wie kann ich die Antworten finden?" Der alte Mann entgegnete mir sanft, wie du schon sagtest: "Was ist Zeit, die zerrinnt in der Ewigkeit? Der Schlüssel für die Antworten liegt in deiner Hand, in deinem Herzen, in deiner Seele."

...immer noch bin ich auf der Suche nach den Antworten des Lebens. Für jede Antwort die ich finden möchte halte ich immer den Schlüssel dafür in meiner Hand, in meinem Herzen, in meiner Seele für alle Zeit.

Ewigkeiten der Zeit

Der Schlüssel

Der Schlüssel zu meinem Herzen, zu meiner Seele, zu den Antworten liegt allein in meiner Hand, und ich werde sie immer finden können, nach und nach in der Unendlichkeit der Zeit.

Meine Gedankenwelt


© Monika Hubl-Moussa 2004


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